Freiheit

Im ersten Teil dieser Serie haben wir uns damit auseinander gesetzt, welche Lebensbereiche gut laufen und welche Du als verbesserungswürdig empfindest. Oder anders gesagt: Wo in Deinem Leben bist Du zufrieden und wo nicht. Im heutigen Teil geht es darum, wie Du nun weiter machst.

Du hast den Kreis Deines Lebens nun vor Dir liegen. Wenn alle Deine Lebensbereiche gut gefüllt sind, brauchst Du hier nicht weiter lesen. Da Du aber hier gelandet bist, vermute ich, es wird den einen oder anderen Bereich in Deinem Leben geben, der noch nicht so optimal läuft, wie Du es Dir vorstellst.

Nimm Dir nun ein Blatt Papier – wie immer findest Du hier eine Vorlage – und schreib Dir alle Lebensbereiche auf, die Du gern verbessern möchtest. Dies ist für Dich als erste Übersicht gedacht.

Wenn es z.B. beruflich gerade nicht gut läuft, dann schreibst Du Beruf in die Liste. Läuft es finanziell nicht gut, nimmst Du Deine Finanzen.

Was genau macht Dich unzufrieden?

Nun bearbeitest Du nacheinander die einzelnen Bereiche und überlegst Dir für jeden Bereich, was genau Dich hier unzufrieden macht.
Warum bist Du unzfrieden? Versuch eine konkrete Beschreibung dafür zu finden. Nehmen wir als Beispiel wieder den finanziellen Bereich:
Vielleicht bist Du unzufrieden, weil Dein Geld nicht bis zum Monatsende reicht oder weil Du im Januar, wenn die Versicherungen kommen, immer ins Minus gehst, denn es ist einfach nicht genug Geld da. Versuche das Problem, welches Du in diesem Bereich hast, so genau wie möglich zu beschreiben.

Was müsste passieren, damit Du in Deinem Lebensbereich zufriedener bist?

Anschließend überlegst Du Dir, was passieren müsste, damit Du in diesem Bereich zufriedener bist? Beim Beispiel der Finanzen wäre das vielleicht:
Ich möchte mit meinem Geld über den kompletten Monat kommen. Ich möchte gern im Januar das Geld habe, damit ich die Versicherungen bezahlen kann, ohne meinen Dispokredit zu beanspruchen.

Im Bereich Beruf wäre das vielleicht:
Ich möchte gern 150 Euro im Monat mehr verdienen oder ich möchte gern eine Aufgabe, die mir mehr Spaß macht und mich fordert. Wichtig dabei ist, dass Du ganz genau beschreibst, was Dich zufriedener machen würde.

Lösungsansätze

Wenn Du dies für alle Deine Bereiche getan hast, hast Du schon eine ganze Menge geschafft. Du weisst nun, was genau Dich in Deinem Leben unzufrieden macht.

Wenn Du übrigens für einen Bereich nicht genau weisst, was Dich unzufrieden macht, kann das unterschiedliche Gründe haben. Hier hast Du verschiedenen Möglichkeiten:
Zum einen kannst Du den Bereich einfach hinten an stellen und warten. Frage Dich immer mal wieder selbst, was macht mich hier eigentlich so unzufrieden und dann lass das Thema ruhen. Wenn Dich etwas unzufrieden macht, kommt es von ganz alleine.
Andererseits kann es auch sein, dass Du eigentlich gar nicht so unzufrieden bist, aber andere Dir suggerieren, Du müsstest es sein.

Da fällt mir zum Beispiel das Thema Mutter und Beruf ein. Manche Mütter sind liebend gern Hausfrau und gehen in der Rolle der Mutter, die mit den Kindern zu Hause ist, auf. Nun kann es aber sein, dass andere immer wieder sagen: „Was ist denn dann mit Deiner Rente? Du verlierstden Anschluss ans Berufsleben! Hast Du dafür Deine Ausbildung gemacht/ studiert?“ Oder auch das Gegenteil ist der Fall. Manche Mütter liebe ihre Kinder, gehen aber auch sehr gern arbeiten. Dann kann es sein, dass andere sagen: „Wozu hast Du denn Kinder bekommen? Um sie fremdbetreuen zu lassen?“

Wenn von aussen immer wieder etwas an uns herangetragen wird, kann sich eine Unzufriedenheit entwickeln, weil wir verunsichert sind. Versuche Dir klar zu werden ob Du tatsächlich unzufrieden bist oder ob andere nur meinen, dass Du es sein müsstest!

Nun geht es an die Lösungsansätze:
Such Dir bitte einen oder zwei Bereiche Deines Lebens herraus, in denen Du dringend etwas verändern möchtest oder von denen Du glaubst, dass Dir Veränderungen am Leichtesten fallen.

Ziele definieren

Beispiel: Finanzen
Du hast festgestellt, dass Dein Geld nicht bis zum Monatsende reicht und das macht Dich nicht nur unzufrieden, sondern es belastet Dich.
Du wärst viel zufriedener – und würdest Dir auch weniger Sorgen machen – wenn Dein Geld bis zum Ende des Monats reicht.
Nun überlegst Du Dir, was Du tun kannst.

Hier gibt es verschiedene Lösungen:

  • Du kennst mehr verdienen – entweder in Deinem Beruf oder Du suchst Dir einen Nebenjob.
  • Du kannst weniger ausgeben.

Nehmen wir an, Du hast keine Zeit/ Lust für einen Nebenjob und mehr Gehalt kannst Du auch nicht verhandeln, dann entscheidest Du Dich für weniger Ausgaben. Überlege Dir nun wie Du das tun kannst (mir hilft hier übrigens ein Mind Map sehr):

Such Dir nun Dein großes Ziel aus:
Ich erstelle ein Budget, weil ich wissen möchte wie meine finanzielle Situation aussieht und sammle einen Monat alle Kassenzettel und notiere mir sie in meinem Haushaltsbuch.

Dieses große Ziel brichst Du auf viele kleine herunter, da ein Monat eine lange Zeit ist und die Motivation nachlassen kann.

In unserem Beispiel wäre das:
Ich informiere mich im Internet über das Thema „Überblick über meine Finanzen“ und/ oder „Wie führt man ein Haushaltsbuch“.
Dazu schaue ich jeden Tag 15 Minuten im Internet/ auf Youtube nach.

Nimm Dir am Ende einer jeden Woche bitte eine halbe oder eine Stunde Zeit und überprüfe wie weit Du mit Deinen Zielen in der vergangenen Woche gekommen bist. Setz Dir anschließend neue kleine Ziele, um das große Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.

Stell Dir vor, Du möchtest in einem Jahr 1.000 Euro angespart haben. In dem Fall ist es natürlich sinnvoll jeden Monat 83,33 Euro wegzulegen oder jede Woche 17,86 Euro, als mit einem Mal 1.000 Euro. Und so machst Du dies auch mit dem großen Ziel, Du teilst es in kleine Schritte auf.

Ich halte es für sinnvoll, nie mehr als ein oder zwei Ziele gleichzeitig zu bearbeiten. Wie in Teil I bereits erwähnt, ist der Mensch ein Gewohnheitstier und Dein Gehirn wird alles versuchen, dass Du zu den alten Gewohnheiten zurück kehrst. Nach 21 Tagen hast Du die ersten Erfolge, weil sich langsam neue Gewohnheiten einstellen. Lies Dir deshalb auch immer wieder Dein Ziel durch. Je mehr Du Dich damit beschäftigst, desto eher wirst Du Veränderungen herbei führen.

Hast Du in Deinem Leben in einem Bereich eine dauerhafte Veränderung herbei geführt, kannst Du Dir den nächsten Bereich vornehmen. Überprüfe Deine Zufriedenheit immer wieder einmal wie in Teil I der Serie beschrieben.

Welchen Deiner Bereiche möchtest Du zuerst ändern? Hinterlass mir gern einen Kommentar.

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