zufrieden

Glück! Zufrieden! Jeder von uns strebt danach. Wir wünschen anderen viel Glück in verschiedenen Lebenssituationen. Glücklich sein ist das höchste was wir anstreben. Aber was ist wenn wir es nicht haben? Geht es uns schlecht?

Glück vs. zufrieden sein

Was ist Glück? Glück wird beschrieben als positiver Zustand. Wenn wir glücklich sind, könnten wir sprichwörtlich Bäume ausreißen. Wir fühlen uns leicht, beschwingt, nichts könnte schöner sein.

Und wann sind wir zufrieden? Zufriedenheit bedeutet mit sich im Reinen zu sein. Man ist innerlich ausgeglichen und hat kein Verlangen nach mehr. Im Gegensatz zum Glück ist Zufriedenheit ein Zustand der dauerhaft sein kann. Glück ist nur ein kurzfristiges Hochgefühl.

Was ist Dein Bestreben? Ein zufriedenes Leben führen und das dauerhaft oder immer wieder das kurze Glück zu spüren? Ich denke wir sind uns einig, dass Zufriedenheit mehr Vorteile hat.

Was macht Dich zufrieden?

Der Mensch möchte immer mehr! Mehr Geld, mehr Status, mehr von allem. Und das ist das große Problem. Du wirst Zufriedenheit nicht erreichen, wenn Du immer mehr möchtest. Erst wenn Du das Gefühl hast, Du hast genug….kannst Du den Weg in die Zufriedenheit einschlagen.

Seit 3 Wochen fahre ich mit dem Rad zur Arbeit. Jeden Tag! Auch wenn es regnet. Der Hinweg ist in Ordnung, ich benötige 22 Minuten, es geht die Hälfte des Weges bergab. Der Rückweg – der 35 Minuten dauert – hat es in sich, die Hälfte der Strecke geht es, natürlich, bergauf, zum Teil sehr steil. Das ist ganz schön anstrengend. Warum ich es dennoch mache? Es macht mich zufrieden. Wenn ich zu Hause ankomme bin ich immer verschwitzt und es ist ein tolles Gefühl. Also nicht das verschwitzt sein, sondern allgemein.

Ich spare damit nicht nur Spritkosten, ich tue etwas für meine Gesundheit, komme wach und fit im Büro an. Ich schlafe besser, habe einen besseren Appetit und fühle mich einfach entspannter. Und ich mache 5 Stunden Sport die Woche, so ganz nebenbei. Aber das Wichtigste es: immer wieder haben ich tatsächlich kurze Momente in denen ich einfach nur glücklich bin.

Wenn Du nicht weisst, warum Du Unzufrieden bist, habe ich hier den richtigen Artikel für Dich.

Wie auch Du ein zufriedenen Leben führen kannst!

Zufrieden werden – 5 Tipps mit Praxisaufgaben

1. Sport macht zufrieden

Du weisst es, jeder sagt es Dir und ich auch. Treibe Sport!

Dein Körper braucht die Bewegung und das täglich. Wir Menschen sind nicht zu einem sitzenden oder liegenden Leben geboren. Power Dich regelmäßig aus. Such Dir einen Sport, der Dir so viel Spass macht, dass es kein Sport ist. Und integrier ihn in Deinen Tag.

Bei mir ist es Radfahren und Yoga. Das Radfahren habe ich in meinen Tag integriert, ich denke morgens nicht darüber nach. Ich ziehe Regensachen an, wenn es regnet. Ich nutze die Zeit unterwegs und höre Hörbücher.

Hier kannst Du übrigens Audible für 30 Tage kostenlos testen*. Ohne Verpflichtung, einfach ausprobieren. Du kannst den Probemonat jederzeit kündigen. Auf Audible findest Du viele aktuelle Hörbücher und Podcasts.

Yoga praktiziere ich regelmäßig ein bis mehrmals die Woche. Danach bin ich nicht nur zufriedener, auch hier habe ich immer wieder Momente in denen ich glücklich bin. Matte ausrollen, Youtube an und Auszeit nehmen. Diese beiden Dinge kosten nichts, aber bringen mir so viel Zufriedenheit.

Wo kannst Du Sport in Deinen Tagesablauf integrieren? Gibt es Strecken die Du mit dem Rad oder zu Fuss erledigen kannst, dann probier es aus, es wird mit Zufriedenheit belohnt und auch mit Situationen und Momenten in denen Du glücklich bist.

Praxisaufgabe:

Überlege Dir jetzt, wo du in den nächsten 7 Tagen Bewegung/ Sport in Deinen Alltag integrieren kannst. Sei kreativ, zieh es eine Woche durch. Du wirst überrascht sein!

2. Minimalismus

Ich weiss, das klingt jetzt komisch. Aber Minimalismus macht tatsächlich zufriedener. Wir haben vor ein paar Jahren angefangen auszuräumen. Zuerst den Kleiderschrank, dann den Tupperschrank, die Bücher, den Keller…und haben mit dem Verkauf dieser Dinge Geld verdient.

Jeder Mensch besitzt laut dem statistischen Bundesamt etwa 10.000 Dinge. Das sind 10.000 Dinge die irgendwann angeschafft wurden, die gepflegt, repariert, sauber gemacht und auch irgendwann wieder entsorgt werden müssen. Das kostet Zeit, Ressourcen und auch Geld.

Wir hatten zu Hause so viele Dinge, die wir einmal angeschafft haben und dann waren sie eben da. Vieles davon haben wir nicht mehr benötigt. Allein 2020 haben wir bisher mit dem Verkauf von nicht benötigtem Kram – und das ist es – 1.543,70 Euro verdient. Nun könnte man meinen, nachdem wir den Minimalismus bereits vor ein paar Jahren entdeckt haben, haben wir bereits alles entsorgt? Weit gefehlt, Minimalismus ist ein Prozess.

Ich möchte nicht nur noch von 100 Dingen leben!

Viele denken bei Minimalismus an leere Räume, die clean und steril aussehen. An Menschen, die nur noch zwei Hosen und drei Pullis haben und für Familien mit Kindern eignet sich das Ganze schon gleich gar nicht. Doch Minimalismus ist das, was Du daraus machst.

Wenn Du clean und steril und mit 5 Kleidungsstücken leben möchtest ist das ok. Aber es ist auch in Ordnung wenn es viel mehr ist. Minimalismus bedeutet, dass Du nur Dinge hast, die Dich zufrieden machen. Das du aus der Schleife des ewigen Konsums und des immer mehr haben wollen/ müssen raus kommst.
Minimalismus bedeutet, dass Du alle Deine Dinge nutzt, ob nun 20x oder 1x im Jahr.
Wir haben uns vor zwei Jahren eine Woche Urlaub finanziert, indem wir Dinge verkauft haben. Auch Dinge der Kinder – mit ihrem Einverständnis. 600 Euro haben wir eingenommen und in einen wunderschönen Urlaub in Italien verwandelt, von dem wir noch heute sprechen. Eine Woche Strand, Sonne und Meer. Und das macht definitiv zufrieden.

Das wichtige ist, fang klein an. Fang mit etwas an, was Dir leicht fällt. Ein Fach Deines Kleiderschrankes, dem Schrank im Flur, der Kramschublade. Lass los. Und denke immer daran, es ist ein Prozess der wahrscheinlich nie zu Ende sein wird.

Praxisaufgabe:

Sortier 5 Dinge aus Deinem Kleiderschrank aus, die Dir nicht mehr passen, die kratzen oder in denen du dich nicht wohl fühlst, weil dir die Farbe oder der Stoff nicht gefällt. Tausch sie, verschenk sie, verkauf sie oder entsorg sie.

3. Die Vergangenheit loslassen

Der Dalai Lama sagte mal: „Es gibt nur zwei Tage in Deinem Leben, an denen Du nichts ändern kannst. Der eine ist gestern, der andere ist morgen.“

Er hat recht. Egal was gestern war, Du kannst nichts daran ändern. Gestern ist vorbei. Wenn Du in Deinen Gedanken an der Vergangenheit hängst, verpasst Du das Heute. Wir alle hatten in der Vergangenheit gute und schlechte Zeiten. Auch wenn die Tage heute vielleicht die Leichtigkeit der vergangenen Jahre vermissen lassen, die vergangenen Tage kommen nicht zurück. Auch wenn wir noch so viel daran denken.

Wie beim Minimalismus gilt auch hier: LASS LOS!

Und ich rede hier nicht von den Erzählungen über lustige Ereignisse. Ich rede von den Situationen, die Dich traurig machen. Entweder weil Du etwas erlebt hast, was nicht schön war. Was Dir heute noch nachgeht, was Dir weh tut. Oder von den Dingen die wunderschön waren und Dich traurig machen, weil sie vorbei sind. Das Leben passiert heute, jetzt gerade in diesem Moment.

Praxisaufgabe:

Welche Situation aus der Vergangenheit möchtest Du loslassen? Nimm Dir ein paar Minuten Zeit für Dich, alleine. Setz Dich hin, atme tief in den Bauch ein und langsam wieder aus. Wiederhole es zweimal.
Nun schließe die Augen und stelle Dir diese Situation, die Du loslassen möchtest, vor. Achte auf Deine aufkommenden Gefühle. Unterdrück sie nicht, lass sie zu. Auch Schmerz, Wut, Enttäuschung….fühle. Und nun kommt das Wichtige – halte sie aus. Atme dorthin, wo Du fühlst. Du fühlst Schmerz? Atme in den Schmerz. Du fühlst Trauer? Atme in die Trauer. Heiße alle Gefühle willkommen, nimm sie an. Sie wollen Dir nicht schaden, sie wollen Dir zeigen, dass da etwas ist, was gehört werden will. Nach einer Weile werden diese Gefühle kleiner. Irgendwann sind sie weg und damit kannst Du auch mit der Situation abschliessen.

4. Achtsamkeit

Dieser Punkt geht einher mit Punkt 3.
Achtsamkeit bedeutet, dass Du Deine Aufmerksamkeit auf das hier und jetzt richtest. Das Du ganz im Moment bist. In einer von Multitasking geprägten Welt, ist es gar nicht so einfach.

Immer achtsam zu sein, in jeder Sekunde im Leben, ist etwas für wahre Meister. Auch ich schaffe es nicht. Aber ich nehme mir Zeit dafür. Egal ob auf Arbeit oder in der Freizeit. Ich nehme mir immer wieder Zeit dafür, zu spüren, was gerade ist.

Wikipedia beschreibt Achtsamkeit als hellwachen Zustand ohne sich von Gedankenströmen, Fantasien oder Emotionen beeinflussen oder ablenken zu lassen. Ohne zu Bewerten.

Kennst Du das? Du fährst oder gehst irgendwo entlang, sieht eine Person und bewertest sie. Ohne es zu wollen bildest Du Dein Urteil anhand des Aussehens, des Ganges oder auf Grund einer anderen sichtbaren Eigenschaft. Hier warst Du nicht achtsam.

Wie können wir Achtsamkeit üben?

Nimm Dir regelmäßig am Tag ein paar Minuten Zeit.
Atme tief in den Bauch ein und langsam wieder aus.

Dann scanne Deinen Körper. Fang bei den Füßen an. Entspanne sie aktiv, dann die Beine….mach dies so lange bis Du jeden Körperbereich aktiv entspannt hast. Oft halten wie die Schultern fest, pressen die Zähne zusammen oder kräuseln die Stirn.

Als nächstes gehst Du alle Sinne durch.

Was hörst Du gerade?

Versuche jedes einzelne Geräusch zu identifizieren.
Ich höre gerade den Laubsauger, Gesprächsfetzen, den Computer, die Tastatur während ich diese Zeilen tippe.

Was riechst Du gerade?

Was siehst Du?

Ist es warm oder kalt?

Mache diese Übung ein paar Mal am Tag. Dadurch wird Deine Achtsamkeit trainiert: Du lernst im hier und jetzt zu leben und das macht nachweislich zufriedener.

Praxisaufgabe:

Such Dir in YouTube ein Video zur MBSR Achtsamkeit raus und schau es Dir an oder mach eine Meditation. Es tut Dir gut!

5. Hör auf zu konsumieren

Wenn es uns schlecht geht, kaufen wir uns was Schönes, war ja ein blöder Tag. Wenn wir etwas toll machen, belohnen wir uns. Laut wissenschaftlichen Studien macht Konsum glücklich, leider nur kurzfristig. Kurze Zeit später ist alles wie vorher, nur mit weniger Geld auf dem Konto.

Der Onlinehandel blüht. Amazon und Zalando haben die besten Ergebnisse und sind die klaren Sieger der Coronazeit. Wir Deutschen sind Konsumweltmeister. Aber wie es nun mal mit Befriedigungen von aussen ist, sie funktioneren nur begrenzt. Weil wir das Gefühl haben, immer mehr zu wollen, den kurzen Rausch immer öfter erleben wollen.

Zufrieden macht es auf Dauer nicht, denn Zufriedenheit kommt von innen. Das Gefühl, genug zu haben, nicht noch mehr zu wollen oder zu benötigen, macht zufrieden und das auf Dauer!

Als ich vorgestern morgen im Dunkeln mit dem Rad auf Arbeit gefahren bin, spürte ich ihn wieder. Diesen kurze Moment. In dem ich dachte: Ich habe alles was ich benötige. ICH HABE GENUG. Auch wenn ich doppelt so viel Geld hätte, ich wäre nicht zufriedener. Solche Momente erlebe ich in letzter Zeit immer häufiger. Dazu muss ich sagen, wir konsumieren nicht. Wir ersetzen was kaputt geht, überlegen uns jedoch vorher ob wir es reparieren können oder überhaupt benötigen. Diese Momente kenne ich jedoch nicht aus der Zeit, als ich dachte, dies und jenes unbedingt haben zu wollen. Die neue Yogamatte, Bücher, den Saugroboter…gut die Yogamatte und den Saugroboter nutzen wir regelmäßig, aber zufriedener machen sie mich nicht.

Praxisaufgabe:

Setz Dir einen No-Spend-Monat. Kauf nur die Dinge, die Du benötigst um zu überleben – wie Lebensmittel – und die Du im Bad benutzt. Wir alle wollen nicht stinken;)
Schiebe alle spontanen Kaufentscheidungen, und davon haben wir viele am Tag, einen Monat nach hinten. Dann kannst Du Dir alles kaufen. Ich spoilere schon mal, die meisten Dinge möchtest Du dann gar nicht mehr.
Probier einen Monat aus, wie es um Deine Zufriedenheit steht, wenn Du aufhörst zu konsumieren.

Innere Zufriedenheit zu erreichen ist der Königsweg. Viel zu oft sind wir Menschen getrieben. Nach mehr, nach purem Glück. Ich wünsche Dir, dass Du zufrieden bist mit Deinem Leben. Dass Du herausfindest was Dich zufrieden macht.

Du weisst es schon? Dann würde ich mich über einen Kommentar sehr freuen.

Werbung