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#Short – Yoga und schlechte Laune

Im Frühling geboren bin ich jemand, der die Sonne und Wärme liebt. Schon seit Jahren ist der Winter für mich die Jahreszeit, in der ich schlechter drauf bin und zu einer saisonalen depressiven Verstimmung neige. Das hängt vor allem mit dem fehlenden Licht zusammen. Tage, an denen die Sonne scheint nutze ich daher intensiv.

Gestern war es wieder soweit, ich war wirklich schlecht drauf. Ich hatte zu nichts Lust und hätte mich am liebsten im Bett verkrochen. Der ganze Tag war grau und ich fror.

Glücklicherweise war gestern ein Yoga-Abend, an dem ich eine feste Gruppe unterrichte. Als ich meine Stunde plante, kam mir die Idee, ob es bestimmte Asanas gibt, die gute Laune bereiten.

Yoga an sich kann die Laune heben. Die ruhige und bewusste Atmung zusammen mit der Bewegung hilft uns im Hier und Jetzt anzukommen. Wenn wir unsere Gedanken ausschalten und uns auf unsere Atmung und die Bewegung konzentrieren, kommen wir im Körper an, wir schaffen eine Verbindung mit uns selbst.

In meiner Stunde am Abend habe ich meinen Schülerinnen zuerst gezeigt, was Körperhaltung mit uns macht. Es macht einen Unterschied ob wir zusammengesunken auf dem Stuhl (oder dem Boden) sitzen oder uns aufrichten, die Brust heben und uns so selbstbewusster und viel besser, freier fühlen.

Als nächstes habe ich die bewusste Atmung ins Visier genommen. Denn auch unsere Atmung hat viel mit unserer Stimmung zu tun. Sind wir gestresst oder nervös atmen wir flach. Durch eine tiefe, bewusste Atmung in den Bauch, bei der der Fokus auf der langsamen Ausatmung liegt, fühlen wir uns sofort entspannter. Wenn wir dieses Wissen in stressigen Situationen oder vor Gesprächen die uns nervös machen anwenden, hilft uns das sehr.

In den gestrigen Flow habe ich verschiedenen herzöffnende Asanas eingebaut verbunden mit Standhaltungen wie dem Baum, der Stabilität und Leichtigkeit aber auch Zuversicht schenkt und der Kriegerin II, die Klarheit und Stärke symbolisiert.

Yoga hebt die Laune

Nach der Praxis war meine schlechte Laune komplett weg und ich hatte wieder jede Menge Energie. Auch heute wirkt die Yoga-Praxis nach, meine Laune ist sehr gut und die Energie von gestern spüre ich immer noch in mir.

Ich praktiziere bereits seit über 14 Jahre und bin immer wieder verblüfft, wie einfach manchmal die Lösung sein kann. Wie viel Yoga bewirken kann. Ich bin dankbar über meinen Yoga-Weg und freue mich über jeden Menschen, der Yoga ausprobiert.

Yoga ist keine Theorie, sondern ein Lebensweg. Wenn Sie niemals Honig gekostet haben, kann ich Ihnen noch so oft von seinem guten Geschmack erzählen – sie werden so lange nicht wirklich wissen, wie er schmeckt, bis sie ihn selbst probiert haben.

Swami Vishnu-devananda

Heute fühle ich mich gut und ich werden den Tag nutzen um Licht zu tanken und noch einmal zu praktizieren.

Namaste Julia

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3 Kommentare

    • einfachfreileben

      Hallo Domi,

      ich kann nur von meinen Erfahrungen sprechen. Es ist eine Möglichkeit, natürlich gibt es noch viele weitere, auch in den Wald gehen ist eine gute Möglichkeit, Meditation, Ausdauersport. Eben alles, wo Du mit Dir selbst wieder in Kontakt kommst. Für den einen ist es Laufen/ Joggen gehen, für die andere Pilates. Wichtig ist, sich damit auseinander zu setzen und zu schauen: Was tut mir in so einem Moment gut. Meine Erfahrungen teile ich gern. 😉 Vom auf der Couch sitzen wird es meist nicht besser, habe zumindest ich bemerkt.

      Liebe Grüße
      Julia

    • Kann ich bestätigen. Selbst mein (ätzendes) Rückentraining an Fitnessgeräten sorgt dafür, dass es mir nicht nur besser geht, sondern ich besser gelaunt dort rauslaufe (außer ich habe nicht aufgepasst und Rücken ist schlimmer als zuvor 🙂 )

      Mich schreckt an Yoga der Esoterik Teil ab (abgesehen davon das ich jetzt nicht so der Gruppen Turner bin und sehr den Mannschaftssport vermisse – Rücken…) 🙂

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