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Was ist wirklich wichtig im Leben?

Ich habe vor einiger Zeit das Buch “ 5 Dinge die Sterbende am meisten bereuen”* gelesen. In den vergangenen Jahren hatte ich es immer mal wieder in der Hand und habe es dann doch wieder weggelegt. Nun war die Zeit reif und ich habe das Buch verschlungen.

Bereits seit einigen Jahren bewegt mich die Frage was wirklich wichtig ist im Leben.

Das ist der Weg

Wir sind bereits seit Jahren auf dem Weg hin zu einem Leben, welches wir leben möchten. Von dem wis sagen “ja, genau so habe ich es mir vorgestellt”. Der Weg bisher war super spannend, erkenntnisreich und ich weiss er ist noch lange nicht zu Ende. Vor knapp 2 Jahren – mit Beginn von Corona – haben wir die Zeit gehabt zu reflektieren. Das Leben wurde von heute auf morgen gestoppt und wir waren gezwungen, zu Hause zu bleiben.

Wer uns kennt der weiß, dass wir die freien Tag nutzen um wegzufahren. Heute denke ich manchmal es war auch eine Flucht. Zu Hause gibt es immer was zu tun, Du kennst alles und es ist auch irgendwie ein wenig langweilig. Mit Corona mussten wir uns unfreiwillig mit dem Thema auseinandersetzen. Die Konsequenz war, dass wir tatsächlich die Hälfte unserer Dinge aussortiert haben.

Hier habe ich bereits geschrieben, was das mit uns gemacht hat!

5 Dinge die Sterbende am meisten bereuen

1. Ich wünschte ich hätte den Mut gehabt mein Leben so zu leben wie ich es möchte

Wie viele Dinge tun wir in unserem Leben, die wir eigentlich gar nicht wollen? Wir tun etwas um andere zu beeindrucken, damit wir harmonischer leben, um unsere Ruhe zu haben.

Ich selbst habe lange Zeit nie etwas gesagt, wenn jemand mich unfair behandelt, benachteiligt oder einfach seine schlechte Laune an mir ausgelassen hat. Ich war zu sehr auf Harmonie aus. Doch es grummelte in mir und ich merkte, wie ich mich veränderte. Ich verschloss mein Herz.

Irgendwann war das Maß voll. Ich wollte nicht mehr diejenige sein, an der andere Menschen ihre Launen auslassen. Es war unfair, dass Menschen mich schlecht behandelten, mich anlogen oder einfach der Meinung waren, dass sie über mich bestimmten können. Und ich begann, zuerst zaghaft, mich zu wehren. Wenn jemand mich anmeckerte weil er oder sie schlechte Laune hatte, bat ich höflich darum, diese nicht an mir auszulassen. Wenn jemand mich schlecht behandelte, gab ich dem Menschen Bescheid, dass ich das so nicht akzeptiere.

Mit jedem Mal wurde ich selbstbewusster, jedesmal wenn ich mich wehrte stieg mein innerlicher Wert bei mir selbst. Und die Menschen veränderten ihr Verhalten, einfach nur indem ich mich selbst mehr wertschätzte.

So geht es mir mittlerweile mit vielen Dingen im Leben. Ich hinterfrage ob es meinen Werten entspricht. Wenn es meinen Werten nicht entspricht, kann es gehen.

Stück für Stück habe ich angefangen mein Leben in Bahnen zu lenken, die mir gefallen. Ich tue, was mir gut tut. Ich entscheide. Hilfreich war auch die Erinnerung, dass ich selbst über mein Leben bestimme. Niemand kann mich zwingen etwas zu tun. Natürlich hätte manches Konsequenzen, z.B. wenn ich nicht zur Arbeit erscheine, aber es ist dennoch meine Entscheidung. Ich entscheide mich zur Arbeit zu gehen, weil ich meinen Job gern behalten möchte. Aber ich muss nicht.

2. Ich wünschte ich hätte nicht so viel gearbeitet.

Oliver von frugalisten.de hat seinen Jahresbericht veröffentlicht. Er nimmt zusammen mit seiner Freundin 12 Monate Elternzeit. Ich persönlich glaube, dass dies rückblickend eine der besten Entscheidungen seines Lebens sein wird.

Wir gehen arbeiten, um zu leben. Aber wir leben nicht um zu arbeiten.

Jürgen Seifert

Seit der Geburt meiner Kinder habe ich immer Teilzeit gearbeitet. Ich war an den Nachmittagen zu Hause, habe sie unterstützt. Wir haben gemeinsam etwas unternommen und wenn ich sie heute frage, ob sie was vermisst haben, sagen sie nein. Auch jetzt, sie sind 16 und 14 und brauchen mich nicht mehr so, arbeite ich weiter Teilzeit. Die 80% reichen mir. Und wir sind in der glücklichen Position es uns leisten zu können.

Ich habe meinem Mann ebenfalls vorgeschlagen, dass er reduziert. Wir hätten dann weniger Geld zur Verfügung und müssten vielleicht hier und da Abstriche machen. Auf jeden Fall könnten wir nicht mehr so viel Geld zur Seite legen. Aber was ist wichtig? Das Geld zur Seite zu legen für irgendwann oder jetzt jeden Tag zu genießen?

In diesem Artikel habe ich mich mit dem Thema “Konsum kostet Lebenszeit” auseinander gesetzt.

3. Ich wünschte ich hätte den Mut gehabt, meine Gefühle auszudrücken.

Ich bin sensibel. Ich bin hochsensibel. Mir laufen wegen Kleinigkeiten die Tränen, oft vor Rührung. Wenn in Filmen traurige Szenen kommen, weine ich. Als sich Olaf in “Die Eiskönigin 2”* auflöste, habe ich geweint. Früher habe ich mich für meine Tränen geschämt, mittlerweile tue ich es nicht mehr. Sie gehören zu mir, wen es stört, der soll wegschauen. Wenn ich jemanden gern mag, sage und zeige ich ihm oder ihr das. Ich drücke meine Gefühle auch körperlich aus, indem ich Freunde und Familie umarme, auch einfach so. Am Anfang habe ich mich nicht getraut, aber heutzutage ist es mir egal was andere denken. Meine Familie und Freunde wissen wie ich bin und sie schätzen es. Ich zeige meine Gefühle offen und wenn doch mal jemand komisch reagiert hat, war das sein Trigger.

Über 20 Jahre musste ich warten, bin mein Vater mir das erste Mal gesagt hat, dass er mich lieb hat. Bis dahin hatte ich es ihm millionenmal gesagt. Ich habe nicht aufgegeben.

4. Ich wünschte ich hätte den Kontakt zu meinen Freunden aufrecht erhalten.

Das Leben ist schnell und oft stressig. Wenn wir eine zeitlang nicht wie gewohnt funktionieren, müde und erschöpft sind, streichen wir oft zuerst die Dinge, die uns eigentlich gut tun. Treffen mit Freunden z.B.
Als ich depressiv war, habe ich mich sozial zurückgezogen. Ich hatte einfach keine Kraft für einen Abend unter Freunden, die Unterhaltungen haben mich erschöpft.

Gustaggio Herrenberg Mädelsabend glücklich

Diesen Montag war ich mit meinen Freundinnen essen. Es war so ein schöner, lustiger und entspannter Abend. Ich habe ihn in vollen Zügen genossen und bin glücklich und zufrieden ins Bett gefallen. Samstag habe ich meine Freundin und mein Patenkind besucht. Ein wunderschöner Tag, so schön, dass mein Patenkind – er ist 3 – mit mir mit wollte.

Wenn ich später zurückdenke, werde ich mich an diese Situationen erinnern. Diese Erinnerungen kann mir keiner nehmen, sie werden mich auch dann noch wärmen und glücklich machen. Nimm Dir die Zeit, Deine Freunde zu sehen.

5. Ich wünschte ich hätte mir erlaubt glücklich zu sein!

Mit dem Glück und der Zufriedenheit ist das so eine Sache. Erlaubst Du Dir glücklich und zufrieden zu sein?

Viele Menschen haben Glaubenssätze:

  • Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.
  • Geld macht nicht glücklich.
  • Die anderen haben es besser.
  • So bin ich halt.
  • Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.
  • Ich muss erwachsen (vernünftig) sein.
  • Kann ich glücklich sein, wenn so viele Menschen leiden?
  • Das Leben ist kein Zuckerschlecken.
  • Ohne Fleiß keinen Preis.
  • Arbeit die nicht anstrengend ist, ist keine Arbeit.

Die Liste lässt sich beliebig weiterführen. Wie oft denken wir, wir können oder dürfen nicht glücklich und zufrieden sein. Warum nicht? Wer sagt, dass wir es nicht dürfen?

Wenn Du Dich dafür entscheidest, alles positiv zu sehen, wirst Du positives anziehen. Entscheidest Du Dich für ein Leben in Leichtigkeit, indem Du eben nicht alles schwer nimmst, wirst Du Leichtigkeit anziehen. Laura Malina Seiler hat darüber einen tollen Beitrag geschrieben. Wir sind was wir gedanklich anziehen, wir ziehen an was wir aussenden. Wenn Du optimitisch bist, sendest Du diese Gefühl aus und bekommst Positives zurück.

Erlaub Dir Glück. Du darfst glücklich sein.
Ja, die Welt ist oft grausam und es gibt so viele negative Dinge. Der Krieg, die Klimakrise, Corona…manchmal ist es schwer nicht zu verzweifeln. Aber ehrlich gesagt ist die Welt so, egal ob Du glücklich und zufrieden bist oder ob Du leidest. Wenn Du jedoch glücklich bist, kannst Du mehr Dinge bewegen in Deinem Leben.

Was ist mir wichtig?

Was ist mir in meinem Leben wichtig? Meine Familie, ganz klar. Diese steht an erster Stelle zusammen mit mir. Ich bin mir auch wichtig. Wenn es mir gut geht, kann ich geben und anderen Menschen helfen. Deshalb kümmere ich mich gut um mich.

Meine Freunde stehen ganz weit oben. Ich erlaube mir glücklich und zufrieden zu sein, ich gehe positiv und voller Optimismus durchs Leben. Auch bei mir gibt es Tage, an denen nicht alles gut läuft, aber ich weiß, dass diese Tage normal sind und es auch wieder aufwärts geht.

Ich lebe mein Leben nach meinen Vorstellungen. Passt etwas nicht mehr, wird es hinterfragt. Ich habe Träume und Visionen und gehe den Weg weiter in diese Richtung. Dabei genieße ich (fast) jeden Tag.

Gestern war ich während der Mittagspause im Büro nach dem Essen noch 15 Minuten spazieren, einmal um den Block. Die Sonne hat geschienen, in den Gärten blühten die Blumen in so vielen unterschiedlichen Farben und sie haben so gut gerochen. Ich bin lächeln hier lang gelaufen und die Menschen haben zirück gelächelt. Mir ging es einfach gut. Diese 15 Minuten waren so unglaublich schön, erholsam und ich bin dankbar dafür.

glücklich Mittagspause

Wie gehst Du durch Dein Leben? Genießt Du Deine Tage? Lebst Du pisitiv und optimitisch?

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