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Reflexionen über das Wesentliche…einfach sparadiesisch!

Ich habe vor kurzem eine Mail bekommen. Typischerweise waren für die Jahreszeit liebe Grüße und Wünsche fürs Neue Jahr, und, jetzt kommt das besondere, ein Zitat angehängt.

Und weil ich es sowohl liebenswert als auch höchst wertvoll finde, möchte ich dir diese bereichernden Worte nicht vorenthalten. Es lautet: 

„Wir tun zwei Dinge auf einmal und vergessen dabei das Dritte: das Wichtigste.“

Walter Ludin (Schweizer Journalist und Theologe).

Ich liebe Zitate. Erkenntnisse, Weisheiten und Wahrheiten vereint in einem kräftigen Satz. Mehr Bedeutsamkeit geht nicht. Genau wie bei vielen anderen Sprüchen und Zitaten fühlte ich mich auch bei diesem zutiefst berührt und musste auch sofort darüber nachdenken. Das Wichtigste?!

Eigentlich eindeutig. Aber was genau ist denn das Wichtigste? Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber wenn ich mir diese eine Frage stelle, werde ich schon mal philosophisch und möchte mich vielleicht auch gar nicht entscheiden.

In diesem Gastbeitrag beschreibe ich deshalb gleich zwei Dinge, die mir wichtig sind und werde sie dann zu einem Begriff, den ich bereits vor Jahren für mich entdeckt habe zusammenfügen.

Aber jetzt erstmal der Reihe nach.

Minimalistisch und frugal

Genau wie Julia lebe auch ich minimalistisch UND frugal. Ich betone dies deshalb so ausdrücklich, weil diese Art zu leben für die meisten Minimalisten oder Frugalisten eher weniger als mehr in die Tüte kommt. Warum das so ist, kann ich mir nicht wirklich erklären, denn ich sehe sowohl im Minimalismus als auch im Frugalismus nur Vorteile.

Für mich meint ein Vorteil, einen Gewinn, eine Chance oder auch einen Nutzen, der unser Leben manchmal einfacher aber auch wertvoller macht.

Wenn ich an Minimalismus denke, denke ich an Freiheit. Freiheit von Dingen, von Besitztümern, von Zwängen und Verpflichtungen, die uns das Leben schwerer machen, als es sein müsste. Indem ich mich auf das Wesentliche konzentriere und alles Überflüssige vermeide, habe ich mehr Zeit und Energie für die wichtigen Dinge im Leben und für mich selbst und somit mehr Leichtigkeit.

Was dabei genau diese wesentlichen und überflüssigen Dinge in unserem Leben sind, das gilt es ganz individuell herauszufinden. Und auch ob man sich durch das Erkennen und den Fokus auf das vermeintlich wichtige, frei oder genug fühlt, ist letztlich eine Entscheidung oder ein Wunsch, den wir bewusst wählen müssen.

Und dazu gehört es, genau zu definieren, was uns wichtig ist. Wie wollen wir leben? Wie soll unser Zuhause, unser Umfeld, aber auch die Gestaltung unserer freien Zeit aussehen? Brauchst du vielleicht weniger von dem einen, um mehr von dem anderen, um ein ordentliches Stück des Wünschenswerten zu bekommen?

Brauchst du weniger Komplexität, weniger Stress oder einfach ausgedrückt weniger Zeug, das dir deine wertvolle Zeit stiehlt? Und gibt es vielleicht noch einen weiteren Weg – eine Lebensform – die dir dieses genug und eine innere Zufriedenheit erschaffen kann?

Für mich war und ist es der Frugalismus, der die perfekte Ergänzung zum Minimalismus darstellt und mir dadurch mehr Möglichkeiten bietet.

Mir gibt diese sparsame Lebensweise ganz klar Sicherheit und somit mehr Freiheit. Indem ich meine Finanzen sorgfältig verwalte und sparsam lebe, kann ich eine von mir definierte finanzielle Unabhängigkeit erreichen. Und so kann ich mir auch die Freiheit nehmen, meine Zeit und Energie auf die Dinge zu richten, die mir wichtig sind, ohne mir Gedanken über Geld machen zu müssen.

Ich liebe Reisen (Kurztrips, Wellness, etc.), gutes Essen (kaufe größtenteils Biolebensmittel), aber auch Spaziergänge in der Natur, die ich mir schonmal gerne vormittags unter der Woche erlaube, wenn andere in der Arbeit sind.

Spaziergang Wichtigste
Bild von Silvia auf Pixabay 

Dinge dürfen mal mehr, mal weniger kosten. Es geht mir bei meinem frugalen Leben nicht darum, jeden Cent umzudrehen. Ich tue das zwar ziemlich oft, nicht aber, weil ich muss, sondern weil ich will. Ein feiner Unterschied, in dem sich für mich der Schlüssel zu mehr Wohlstand, aber auch zu mehr Leichtigkeit verbirgt.

Frugalismus bedeutet für mich, mein Geld sinnvoll und bewusst einzusetzen. Durch den Verzicht auf unnötige Ausgaben und das Sparen von Geld habe ich endlich eine Alternative, die mir dabei hilft, meine Ziele und Träume zu verwirklichen. Es geht also darum, das richtige Gleichgewicht zwischen Sparen und Ausgeben zu finden.

Müsste ich das alles in einer Art Formel ausdrücken, wäre das ungefähr sowas wie:

Weniger Dinge + eine bewusste Sparsamkeit = mehr Möglichkeiten und somit mehr Zeit.

Das Wichtigste ist Zeit!

Ich komme immer wieder darauf, dass mir die Zeit das Wichtigste ist. Sie steht für mich an erster Stelle. Für mich ist sie „the cherry on top“. Und diese „Kirsche“ finde ich in meinem Sparadies. Dem Ort, an dem Minimalismus und Frugalismus sich begegnen und eine einzigartig bereichernde Verbindung eingehen.

Das heißt natürlich nicht, dass du diesen Ort und die Werte, die sich dahinter verbergen, eins zu eins übernehmen musst. Das Wichtigste ist für uns alle schließlich so individuell wie unser Fingerabdruck. Ich lade dich aber herzlich dazu ein, mal dort vorbeizuschauen. Vielleicht findest du ja auf dem Weg dorthin, das, was für dich wertvoll ist, was dein Leben einfacher und dadurch erfüllter macht.

Es ist wichtig, unsere Prioritäten im Leben zu definieren, und uns dann auf sie zu konzentrieren, anstatt uns von Ablenkungen und unnützen Dingen in die falsche Richtung (ver)führen zu lassen. Nur so werden wir das „Wichtigste“ nicht übersehen und können unser Leben in vollen Zügen genießen.

Und das ist doch das Wichtigste!

Über Rena von Die Schatzmeisterin

Rena ist auf YouTube aktiv, veröffentlicht einen Podcast und unterstützt Menschen in einem persönlichen Mentoring. Wir haben gemeinsam eine Podcastfolge aufgenommen, diese findest Du hier. Ich freue mich sehr, dass Rena heute zu Gastauf Einfachfreileben war. Wir teilen die gleichen Vorstellungen und ich fand die Zusammenarbeit sehr inspirierend.

Beitragsbild von Myriams-Fotos auf Pixabay 

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