nachhaltig leben

Ein freies und einfaches Leben ist meiner Meinung nach immer nachhaltig. Nur ein nachhaltiges Leben wird Dich dahin führen, dass Du ein freies Leben führen kannst. Wie und warum, das erfährst Du in diesem Post!

Nachhaltig, einfach und frei!

Nachhaltig bedeutet, dass wir weniger Ressourcen verbrauchen, als die Erde uns zur Verfügung stellt. Das heisst, wir leihen uns nichts von zukünftigen Generationen, sondern alles, was wir verbrauchen, kann sich regenerieren. Und wie passt das zu einem freien Leben?

Für mich bedeutet ein freies Leben, dass ich mir meine Zeit so einteilen kann, wie ich möchte. Ich tue die Dinge, die meinem Leben einen Sinn geben, die mich zufrieden machen, die Spaß machen ohne von Außen gelebt zu werden.

Weisst Du was Dich wirklich zufrieden macht? Nein? Dann schau mal hier. Ein zufriedenes Leben führen.

Ein einfaches Leben ist der Gegensatz zum konsumorientierten Leben unserer Überflussgesellschaft. Wenn Du ein einfaches Leben führst, wirst Du viel zufriedener sein und mehr in Dir ruhen. Ein einfaches Leben versucht der heutigen Reizüberflutung und dem schnellen Leben, welches wir seit ein paar Jahren führen, entgegenzuwirken.

Da Du weniger konsumierst, wenn Du nachhaltiger lebst, kaufst Du weniger Dinge, die Du nicht benötigst. Das spart Ressourcen und Geld. Wenn Du weniger Geld ausgibst, kannst Du weniger arbeiten und hast mehr Zeit. In dieser Zeit kannst Du tun was Du möchtest und das macht Dich frei.

nachhaltigkeit leben

In welchen Bereichen kannst Du durch Nachhaltigkeit sparen?

Es gibt viele Bereiche in unserem Leben, in denen Du durch ein einfaches und nachhaltiges Leben sparen kannst. Ich möchte Dir die Bereiche nacheinander aufschlüsseln und Dir das Einsparpotenzial zeigen.

Kleidung

Ein ganz großer Bereich mit viel Einsparpotential ist die Kleidung. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten zu sparen.

Fast Fashion ist in aller Munde. Kleidung, billig in Bangladesh, Pakistan o.ä. hergestellt. Laut einer Dokumentation gibt es 24 Kollektionen pro Jahr, das sind zwei Kollektionen pro Monat. Ehrlich?

Fast Fashion bedeutet aber auch, dass die Haltbarkeit der Kleidung stark verkürzt ist. So dass schneller Kleidung entsorgt und wieder nachgekauft wird.

Ökologisch gesehen verursacht Fast Fashion nicht nur einen hohen Ressourcenverbrauch, auch die schwierigen Arbeitsbedingungen und die enorme Umweltverschmutzung trägt dazu bei, dass Fast Fashion ökologisch gesehen nicht gut ist.

Wenn wir ehrlich sind, benötigen wir diese ganze Kleidung nicht. Und vor allem gibt es Alternativen.

Nachhaltig statt Masse!

Wenn Du einen Kleiderschrank voller Lieblingsstücke hast, wirst Du nie ein Problem haben etwas passendes zu finden. Voraussetzung dafür ist, dass Du weisst, was Dir gut steht.

Tipp: Such aus Deinem Kleiderschrank alle Deine Lieblingsstücke raus. Schau sie dir genau an. WARUM sind es Deine Lieblingsstücke. Haben sie alle einen ähnlichen Schnitt oder ähnliche Farben? Ist es das Material? Such Dir eine*n Freund*in der oder die Dir hilft.

Hier findest Du mehr zum Thema Minimalismus im Kleiderschrank.

Auch wichtig: Hinterfrage warum Du Kleidung kaufst. Weil es ein „Hobby“ von Dir ist? Möchtest Du Dich belohnen? Weil Du unsicher mit Dir selbst bist und denkst, ein neues Kleidungsstück hilft Dir dabei, Dich sicherer zu fühlen? Wenn Du diese Fragen für Dich selbst beantwortest, gehst Du nicht nur ein ganzes Stücke Richtung freies Leben, Du sparst auch Geld.

Denk nur an die ganzen „Fehlkäufe“ die im Laden noch super aussahen, die Du aber aus irgend einem Grund nicht trägst. Sei es, dass der Stoff unbequem ist oder Dir die Farbe doch nicht so gut steht.

Oft fehlt uns das Selbstbewusstsein und die Selbstliebe. Wenn Du Dich selbst liebst, trotz all Deiner Fehler, spielt das Thema Kleidung plötzlich keine so große Rolle mehr. Mir hat hier das Buch von Teal Swan „Befreie Dich durch Selbstliebe“* sehr geholfen.

Fair Fashion statt Fast Fashion – nachhaltig statt Müll

  1. Kaufe weniger und dafür bewusst!
    Frag Dich bei jedem Kleidungsstück, brauche ich das wirklich? Oder will ich es nur haben? Passt es zu den anderen Dingen in meinem Schrank. Habe ich bereits etwas ähnliches? Wenn es das doppelte oder dreifache kosten würde, würde ich es dennoch kaufen?
  2. Kaufe Second Hand!
    Viele Kleidungsstücke werden weggegeben, obwohl diese noch gut aussehen und zum Teil sogar neu sind, typische Impulskäufe.
    Es gibt viele Läden, die Second Hand Kleidung verkaufen. Hier bekommst Du die Kleidung zu einem Bruchteil des ursprünglichen Preises und Du musst nichts neu produziertes kaufen. Das ist nicht nur nachhaltig sondern spart auch Geld.
  3. Kaufe hochwertige Lieblingsstücke!
    Investiere Geld in hochwertige, zertifizierte Bio-Kleidung. Diese Kleidung wird unter fairen Bedingungen nach einem zertifizierten Verfahren in der gesamten Textilproduktion hergestellt. Diese Kleidung ist nicht nur gesünder für die Menschen, die diese herstellen, sondern auch für Dich. Und sie ist nachhaltiger. Du zahlst hier zwar mehr Geld, hast aber auch Jahre etwas davon. Und sparst Dir jede Menge Fast Fashion.
    Ich habe mir vor 6 Jahren eine hochwertige Winterjacke gekauft: Seitdem trage ich sie jeden Winter. Ich werde sie auch noch die nächsten 10 Jahre tragen können.

Mit diesen Tipps lebst Du nicht nur nachhaltig, Du sparst auch jede Menge Geld. Geld, welches Du nicht mit einer Arbeit verdienen musst, die Dir keinen Spaß macht. Denn Konsum ist nichts anderes. Du tauschst Deine Lebenszeit gegen Geld. Um dann Geld gegen Billigklamotten zu tauschen, die Dir nicht stehen, nicht gefallen und die – zum Teil ungetragen – im Müll landen!

Ernährung

Ich glaube, kein Bereich wird so kontrovers diskutiert wie die Ernährung. Wir ernähren uns vegetarisch, zum Teil vegan. Wir kaufen da, wo es geht Bio-Produkte und viel davon unverpackt.

Dennoch geben wir als 4-köpfige Familie (zwei Erwachsene und zwei Teenager) pro Monat nur etwa 400 -450 Euro für unsere Ernährung aus. Wie wir das schaffen? Unsere Ernährung ist saisonal und regional. Wir nutzen dazu viele Basics wie Reis, Nudeln, Haferflocken, Kartoffeln und Hülsenfrüchte und befolgen noch einige andere Regeln.

saisonal und regional essen
saisonale und regionale Ernährung im Januar

Ernähr Dich nachhaltig – unsere Tipps

  1. Kauf regional und saisonal!
    Regionales und saisonales Obst und Gemüse kommt aus der näheren Umgebung. Die Transportwege sind kurz. Das schont nicht nur die Umwelt, auch die Vitaminbilanz sieht viel besser aus. Iss das Obst und Gemüse dann, wenn es in Deutschland Saison hat. Tomaten, die im Winter in Spanien in riesigen Gewächshäusern reifen und dann noch nach Deutschland transportiert werden müssen sind nicht nachhaltig.

    Saisonales und regionales Obst und Gemüse ist zudem günstiger, da es keine beheizten Gewächshäuser benötigt, keinen weiten Transport.
  2. Kauf unverpackt!
    Obst und Gemüse gibt es lose, ohne Verpackung. Verzichte auf die Plastiktüten, nimm Dir eigene Beutel/ Gemüsenetze mit. Nutze einen Unverpacktladen für Deine Basics.
    Wir haben in unserem Edeka eine Unverpacktstation. Hier bekommen wir alle Basics wie Haferflocken, Reis, Nudeln, Salz, Zucker etc. ohne Verpackung. Einfach die eigene Verpackung mitbringen, abwiegen, fertig.
  3. Ernähr Dich vegetarisch oder vegan!
    Die vegetarische Ernährung ist nachhaltig und gesund. Die vegane Ernährung ist zudem noch komplett tierleidfrei.
    Wenn Du auf Fleisch verzichtest und dafür einfacher kochst, sparst Du nicht nur Treibhausgase, Du sparst auch ordentlich Geld. Dies gilt natürlich nicht, wenn Du nun statt 5 x Fleisch die Woche 5 x vegetarische Schnitzel kaufst. Hier geht es tatsächlich um eine vegetarische Ernährung deren Hauptbestandteile Basics, Obst und Gemüse sind, siehe den 1. Punkt.

    Einem sehr interessanten Artikel gibt es dazu auf Geo.

    Übrigens, 75% der Veganer waren vorher Vegetarier. Wenn man sich erst einmal mit dem Thema Tierleid beschäftigt, möchte man nicht mehr dazu beitragen.
  4. Koch selbst und nimm Dir Dein Essen mit!
    Morgens spät dran! Kurz zum Bäcker rein und ein belegtes Brötchen kaufen. Bei uns kostet ein einfaches etwa 3,50 Euro. Auf dem Brötchen ist Butter, zwei Scheiben Käse und ein Salatblatt sowie ein Streifen Paprika.
    Nun rechnen wir das ganze zusammen:
    1 Bio-Dinkelbrötchen – 0,75 Euro
    zwei Scheiben Biokäse (60 gr) – etwa 0,65 Euro
    Bio-Butter/ Salat/ Paprika – etwa 0,20 Euro
    Das macht zusammen 1,60 Euro. Du hast dabei Bio-Zutaten, beim Bäcker zu dem Preis von 3,50 Euro nicht!
    Nehmen wir nun an, Du gehst zweimal die Woche zum Bäcker – bei 46 Wochen pro Arbeitsjahr (Urlaub abgezogen) sparst Du rund 175 Euro pro Jahr! Das ist eine Menge Geld!

    Zeitgleich ist das Brötchen, welches Du kaufst so gut wie immer in einer Tüte verpackt. Diese ist oft beschichtet. Was machst Du damit? Du wirfst sie weg. Dein Essen von zu Hause kannst Du in eine Brotdose packen. Definitiv nachhaltiger.
  5. Mach einen Essensplan und gehe nur einmal die Woche einkaufen!
    Ja, Essensplan klingt nicht nach Spaß. Es klingt altbacken und konservativ. Aber ein Essensplan hat viele Vorteile.
    Du weisst jeden Tag, was es zu essen gibt.
    Alle Zutaten dafür sind im (Kühl-)Schrank und das Rezept liegt parat. Wie hoch ist die Gefahr, dass Du Pizza bestellst oder hungrig einkaufen gehst und viel zu viel und vor allem das Falsche in Deinem Einkaufskorb landet? Eher gering.
    Überleg Dir, was Du in der kommenden Woche essen möchtest. Schreib die Zutaten auf und geh – wenn Du satt bist – einkaufen. Du wirst sehen, es erleichtert das Leben sehr. Und Du wirfst weniger weg.
  6. Engagier Dich gegen Lebensmittelverschwendung!
    Hierzu haben wir auf unserem anderen Blog www.bodysoulfamily.de einen tollen Artikel geschrieben mit vielen Tipps. Schau mal rüber.

Wenn Du diese Punkte befolgst, lebst Du nicht nur nachhaltiger und tust etwas für die Umwelt, Du sparst auch noch Geld. Probier es aus.

Mobilität

Auch hier gibt es eine Menge Einsparpotenzial, wenn Du nachhaltiger Leben möchtest.

Lebst Du in der Stadt? Dann überleg Dir, ob Du wirklich ein Auto benötigst. In der älteren Generation ist ein Auto Standard, die jüngere Generation – mein Neffe mit 20 zum Beispiel – benötigt kein Auto. Er fährt nur öffentliche Verkehrsmittel.

zu Fuss unterwegs

Wir selbst haben zwei Autos. Nicht sehr nachhaltig, da gebe ich Dir recht. Wir haben einen Kleinwagen, mit dem mein Mann ins Büro fährt. Mit dem Auto fährt er zwischen 30-45 Minuten, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln 1,5-2,00 Stunden einfach. Hier ist es als Familie einfach ein Zeitfaktor. Das zweite Auto ist unser Camper-Van. Diesen benutzt wir vor allem im Sommer an den Wochenenden regelmäßig. Sonst steht er meistens auf seinem Parkplatz und wird selten genutzt.

Ich fahre – normalerweise – 10-15 Minuten ins Büro mit dem Auto. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln benötige ich fast eine Stunde, Dorf eben. Allerdings habe ich für mich die ideale Lösung entdeckt: das Fahrrad.

Alle Strecken unter 10 km fahren wir als Familie mit dem Rad. Egal ob zum Arzt, einkaufen, in die Schule (die Kids) oder in die Bücherei. Radfahren tut uns gut, ist nachhaltig und trainiert zusätzlich unseren Körper. Von dem positiven Effekt auf die Psyche ganz zu schweigen.

Überlege Dir, ob Du jede Strecke mit dem Auto fahren musst. Vor zwei Wochen hatte mein Mann einen Termin beim Arzt und hat mich ins Büro mitgenommen. Ich konnte kein Rad fahren, weil überall Schnee lag und die Wege zum Teil stark vereist waren. Den Rückweg vom Büro bin ich gelaufen, 7,1 km. Ich habe etwas mehr als eine Stunde gebraucht, hatte meine Bewegung für den Tag und neben dem nachhaltigen Aspekt habe ich auch Geld gespart.

Gerade in der Mobilität ist es oft unsere eigene Bequemlichkeit, die uns daran hindert, eine umweltfreundliche Alternative zu nutzen. Wo könntest Du umweltfreundlicher werden? Welche Tipps fallen Dir ein, um nachhaltiger zu leben und dabei noch Geld zu sparen?

Es gibt jedoch noch mehr Bereiche im alltäglichen Umfeld, wo Du mit mehr Nachhaltigkeit Geld sparen kannst. Weiter geht es damit in Teil 2.

Das Beitragsbild ist ein Foto von Akil Mazumder von Pexels

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