frei sein Budget

Möchtest Du ein freies und selbstbestimmtes Leben führen? Bestimmt. Ich kenne keinen der das nicht möchte. Dafür ist es wichtig, dass Du einen guten Überblick über Deine Finanzen hast, sonst wirst Du immer abhängig sein, für andere zu arbeiten, oft sogar mehr als Dir lieb ist. In Teil 1 haben wir uns damit befasst, einen Überblick zu verschaffen. In Teil 2 hast Du erfahren, warum Du eine Finanzübersicht über einen Zeitraum von einem Jahr führen solltest. Heute soll es um Dein persönliches Budget gehen.

Wie machen wir das? Was sind die Vorteile und gibt es Nachteile?

Ein Budget – was ist ist?

Du kennst bestimmt den Begriff Budget? Budgetierung ist ein Finanzplanungsprozess. Dieser erfolgt für die Zukunft.

In einem Budget legst Du- grob gesagt – fest, wieviel Geld Du für welche Bereiche Deines Lebens ausgeben möchtest. Ein Budget ist immer abhängig von Deinen Einnahmen. Wenn Du 1.500 Euro verdienst und planst 2.000 Euro auszugeben, geräts Du ins Minus. Und das möchtest Du nicht, oder?

Wie erstelle ich ein Budget?

An dieser Stelle kommt nun Deine Finanzübersicht ins Spiel. Natürlich kannst Du auch Budgets setzen, ohne zu wissen, was Du durchschnittlich im Jahr ausgibst. Allerdings kann es dann sein, dass das Budget immer zu knapp bemessen ist und Du das Gefühl hast, auf etwas verzichten zu müssen.

Du gibst im Jahr zum Beispiel durchschnittlich 100 Euro für das Essen ausser Haus aus, den Döner, beim Asiaten in der Mittagspause mit den Kollegen oder weil Du Dir morgens zweimal die Woche Kaffee und Brötchen in der Bäckerei holst. Nun beschliesst Du – ohne Deine bisherigen Monatsausgaben zu kennen – im Monat 20 Euro für Essen außer Haus auszugeben. Da Du keine Übersicht hast, weisst Du nicht, dass Du eigentlich 100 Euro im Monat ausgibst.

Das monatliche Budget reicht natürlich vorne und hinten nicht. Da der Mensch ein Gewohnheitstier ist, wirst Du nicht lange durchhalten und genervt aufgeben.

Wenn Du nun jedoch weisst, dass Du durchschnittlich 100 Euro im Monat ausgibst, kannst Du Dich damit auseinander setzen, welche dieser Kosten – das Essen mit den Kollegen, der Kaffee und das Brötchen am Morgen – unverzichtbar für Dich sind. Du sagst Dir vielleicht, dass Du gern weiterhin mit den Kollegen zum Asiaten gehen möchtest, weil es einfach gut tut mittags. Aber das Brötchen und den Kaffee kannst Du von zu Hause aus mitnehmen. Damit hast Du nicht das Gefühl verzichten zu müssen und hältst Dein Budget ein.

Durchschnittliche Ausgaben im Monat

Bereits nach gut 3 Monaten hast Du schon eine erste Übersicht, welche variablen Ausgaben Du hast. Wie oben erwähnt lieben wir Menschen Gewohnheiten, das spiegelt sich auch in den variablen Ausgaben wieder.

Wenn Du Dir die durchschnittlichen Ausgaben anschaust, kannst Du leicht erkennen, wieviel Geld Du monatlich ausgibst und für welchen Bereich.

Setze Deine Ausgaben fest

Als nächsten Schritt überlegst Du Dir, wieviel Du für welchen Bereich in Deinem Leben ausgeben möchtest. Wenn Dein Ziel ist, zu sparen, wird sich Dein Budget eher nach unten anpassen. Dann kannst Du gut schauen, auf welche Ausgaben Du verzichten kannst und welche Dir wirklich wichtig sind.

Mit den eigenen Gewohnheiten auseinander setzen

Ein wichtiger Punkt dabei ist, sich der eigenen Gewohnheiten klar zu werden und zu überprüfen, welche davon wirklich wichtig für Dich sind und welche Du nur beibehalten hast, weil „Du das eben so machst“.

Wenn Du beispielsweise sparen möchtest, kannst Du Dir auch neue Lösungen überlegen, um Gewohnheiten die Dir gut tun, beizubehalten.

Wenn Du z.B. gern liest und Dir immer wieder neue Bücher kaufst, aber eigentlich Geld sparen möchtest, kannst Du Dir überlegen, Dich in einer Bücherei anzumelden oder nach einem Bücherschrank zu schauen. Dort kannst Du Bücher kostenlos mitnehmen zum Lesen und diese, wenn Du sie fertig gelesen hast, wieder zurückstellen.

frei sein

Für fast jeden Bereich in Deinem Leben gibt es andere Möglichkeiten. Frag Dich in solchen Situationen immer wieder: Wie kann ich es schaffen. So wird Dein Gehirn automatisch nach einer Lösung suchen.

Das Budget steht

Wenn Du Dir in allen Bereichen Budgets gesetzt hast, überprüf unbedingt, ob die Gesamt-Budgetsumme deine Einnahmen nicht überschreitet. Im Idealfall sollte die Budgetsumme mindestens 10 Prozent unter dem Betrag liegen, den Du zur Verfügung hast. So hast Du einen Puffer und kannst den Betrag für andere Dinge weglegen und sparen.

Vorteile eines Budget

Die Vorteile eines Budgets liegen klar auf der Hand:

Deine Ausgaben übersteigen Deine Einnahmen nicht, so dass Du weniger Geld ausgibst als Du einnimmst. Dann ist am Ende des Monats sogar noch Geld übrig.

Du weisst zu jeder Zeit genau, wieviel Geld Dir in welchem Deiner Bereiche noch zur Verfügung steht. So kannst Du Deine Wünsche gut an den Monat anpassen.

Ungeplante Ereignisse – wie die kaputte Waschmaschine oder die Autoreparatur – stürzen Dein Konto nicht mehr ins Minus. Du hast das Geld dafür auf der Seite liegen.

Du kannst eine feste Sparrate in Dein Budget integrieren und tust so etwas für ein größeres Ziel, etwa zeitiger in Rente gehen, einen großen Urlaub planen oder Du kannst Dir einen anderen Traum erfüllen.

Ein Budget schenkt Dir Kreativität. Dein Budget für Bücher ist erschöpft? Dann musst Du einen anderen Weg finden. Diese Kreativität lässt Dich neue Sichtweisen einnehmen und neue Wege gehen.

Ein Budget gibt Dir Sicherheit. Du musst keine Angst haben ins Minus zu rutschen oder bestimmte Dinge nicht bezahlen zu können. Sicherheit ist einer der Grundpfeiler des menschlichen Lebens, bereits seit Generationen.

Unser Budget

Wir haben monatliche grobe Budgets, die wir auch ansparen.

Am Anfang des Monats fliesst ein fester Betrag von unserem Konto auf ein separates Konto. Hier sparen wir für folgende Dinge an:

  • Autoreparaturen
  • Haushaltsgegenstände (kaputte Waschmaschine etc.)
  • Urlaub
  • Weihnachtsgeschenke
  • Schule
  • Heizöl und Feuerholz
  • Tierarztkosten
  • Kleidung

Sollte das Auto kaputt gehen, zur Inspektion müssen oder neue Reifen benötigen, können wir die Rechnung bezahlen, ohne dass dies von unserem monatlich zur Verfügung stehenden Geld abgeht.

Geht die Waschmaschine oder die Spülmaschine kaputt, ist das Geld für eine neue da. Die Heizölrechnung können wir problemlos zahlen.

Weiterhin haben wir im Monat Budgets für Lebensmittel (400 Euro), Drogeriemarkt (40 Euro) oder Freizeit (50 Euro).

Diese Budgets sind flexibel, wenn wir einen Monat mehr kaufen und 60 Euro im Drogeriemarkt ausgeben, haben wir die restlichen Monate entsprechend weniger zur Verfügung. Für uns ist diese Lösung optimal und wir praktizieren sie seit Jahren.

ich leben Freiheit

Zusammenfassung

Ein Budget zu erstellen bedeutet Vorarbeit. Du wirst einige Stunden Zeit brauchen, um Deine Fixkosten zu notieren und Deine variablen Ausgaben aufzuschreiben. Doch wir finden, es lohnt sich. Du wirst mit einer Sicherheit belohnt, jederzeit den Überblick über Deine Finanzen zu haben. Die Angst, dass etwas kaputt geht auf das Du angewiesen bist und Du es nicht bezahlen kannst, verschwindet. Auf einmal ist sogar Platz im Budget sich Träume zu erfüllen und Ziele zu setzen.

Hinterlass uns gern Deine Gedanken zum Thema Budget setzen. Wir freuen uns auf Deinen Kommentar.