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Achtsamkeit in der Natur

Unsere Tage sind durchgetaktet. Nur wenige Menschen gehen mit Achtsamkeit durch den Tag. Ständig sind wir erreichbar und Stille und Nichtstun ist für viele Menschen nur schwer aushaltbar. Das führt dazu, dass wir ständig unter Strom stehen. Laut der Stressstudie der TK sind heute deutlich mehr Menschen gestresst als noch 2013.

Stress – vor allem wenn er chronisch wird – hat massive Auswirkungen auf unseren Körper. Neben Herz- und Kreislauferkrankungen und Magen-Darm-Beschwerden kann chronischer Stress auch zu Depression oder einem Burn Out führen. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns immer wieder Zeit für uns nehmen.

Achtsamkeit

Achtsamkeit ist seit einiger Zeit überall zu finden. Es bedeutet schlicht, dass Du ganz präsent im hier und jetzt bist.

Sind wir mal ehrlich, wir sind eher selten achtsam bei dem was wir tun. Wenn wir morgens Zähneputzen gehen wir in Gedanken den Tag durch. Beim Essen checken wir das Handy, lassen den Fernseher oder das Radio laufen. Es gibt viele Beispiele über den ganzen Tag.

Besser wäre es, wenn wir die Dinge mit Achtsamkeit angehen. Beim Kaffee trinken können wir zuerst am Kaffee riechen, ihn anschauen, schmecken und das alles ohne in Gedanken woanders zu sein.

Ich habe heute eine Übung für Dich. Wenn Du diese Übung in der Natur durchführst profitierst Du von den positiven Auswirkungen. Die Natur ist ein Kraftort und ein Raum für Erholung. Aber auch zu Hause – vielleicht mit geöffntem Fenster – kannst Du diese Übung gut durchführen.

Übung – sei achtsam

Nimm Dir bitte 30 Minuten Zeit für Dich, Deinen Körper und Deine Seele. Geh nach draußen, egal ob auf eine Wiese, in den Wald oder in den Park (oder zu Hause, wenn Du nicht raus möchtest). Suche Dir einen ruhigen Platz.

Setz oder leg Dich hin – egal ob auf eine Bank oder den Boden und schließe sanft Deine Augen. Komm zur Ruhe.

Gehen nun achtsam nacheinander Deine Sinne durch.

Dein Körper

Wo berührt Dein Körper den Untergrund? An welchen Stellen spürst Du den Boden oder die Bank. Wie fühlt es sich an? Ist es warm oder kalt? Kannst Du den Wind spüren, die Sonne bzw. den Regen? An welchen Stellen an Deinem Körper? Ist Dir warm oder kalt? Bleibe eine Weile dabei nur zu beobachten.

Dein Hörsinn

Gehe nun über zu Deinem Hörsinn. Was hörst Du? Konzentriere Dich auf die Geräusch in der ferneren Umgebung. Vielleicht hörst Du Bäume, die sich im Wind bewegen, vielleicht ein Auto, welches entfernt auf einer Straße fährt. Nimm diese Geräusche einfach nur wahr ohne sie zu bewerten bzw. daran festzuhalten. Komm nun zu den Geräuschen in Deiner näheren Umgebung, was bekommst Du mit? Nimm sie einfach wahr.

Dein Geruchssinn

Konzentriere Dich nun auf Deinen Geruchssinn. Was kannst Du riechen? Den Waldboden oder die Wiese? Vielleicht kannst Du den Geruch auch nicht genau definieren, das ist in Ordnung. Bleibe eine Weile bei Deinem Geruchssinn, nimm einfach nur wahr.

Dein Sehsinn

Wenn es an der Zeit ist, gehe weiter in deinem Körper. Nimm den Bereich hinter Deinen geschlossenen Augen wahr. Ist dieser Bereich dunkel oder hell? Siehst Du etwas in diesem Bereich? Konzentriere Dich nur auf das “sehen” mit geschlossenen Augen.

Dein Geschmackssinn

Nun ist es Zeit zu Deinem Geschmackssinn zu gehen. Was schmeckst Du? Den Kaffee, den Du vorhin noch schnell getrunken hast? Vielleicht kannst Du den Wald schmecken, die Wiese, den Park? Bleibe bei Deinem Geschmackssinn. Bewerte den Geschmack nicht mit gut oder schlecht, er ist einfach da.

Dein ganzer Körper

Spüre nun in Dich hinein. Wie geht es Dir? Scanne Deinen Körper von den Füßen über die Beine, das Becken und das Gesäß, die Hände und Arme über den Brustkorb bis in den Kopf. Wie geht es Deinen einzelnen Körperteilen? Bist Du gelöst oder spürst Du Anspannung? Lasse mit jedem Ausatem mehr von dieser Anspannung los. Atme tief und lang ein, wenn Du ausatmest lasse Deine Schultern los. Atme tief und langsam ein, lasse beim Ausatem Deinen Kiefer los. Was ist mit dem Punkt zwischen Deinen Augenbrauen, ist er gelöst und entspannt?

Nun ist es an der Zeit zu Deinem Atem zu kommen. Beobachte Deinen Atem, wie er in Deinen Körper ein- und ausströmt. Atme tief in den Bauch. Wenn Gedanken kommen, halte sie nicht fest, lasse sie ziehen, wie Wolken. Wenn Du merkst, dass Du einen Gedanken festhältst, kehre zu Deinem Atem zurück. Bewerte es nicht, nimm nur wahr. Geniesse Deine Auszeit noch ein Weile.

Jetzt ist es ander Zeit zurück zu kehren. Bewege sanft Deine Finger und Deine Zehen. Blinzle vorsichtig die Augen auf und warte bist Dein Blick wieder klarer wird. Streck und dehn Dich etwas, gähne wenn Dir danach ist. Wie fühlst Du Dich? Wie war diese kleine Auszeit aus dem Alltag für Dich?

Ein Armband kann Dich daran erinnern, achtsamer durch den Tag zu gehen. Jedesmal wenn Dein Blick darauf fällt, hältst Du kurz inne, atmest tief durch und konzentrierst Dich auf einen Deiner Sinne. Schließ kurz die Augen und höre genau hin oder lasse Deinen Blick schweifen und benenne fünf Dinge die Du siehst. Nach einer Weile wird es zur Gewohnheit.

Geh gestärkt und mit neuer Energie Deinen weiteren Tag an.

Alles liebe, Namasté

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