Frei sein

Woher weiss ich, wo ich stehe im Leben? Was macht mir Spaß? Welche Dinge in meinem Leben möchte ich ändern und läuft auch etwas gut? Wie führe ich ein Leben welches mich zufrieden und glücklich macht? In diesem Teil 1 der Serien machen wir uns mit der IST-Situation vertraut. Erst wenn Du weisst, was gut und was nicht optimal läuft, kannst Du überlegen, was Du ändern möchtest.

Teil 1 – die IST-Situation

Vielen Menschen sind unzufrieden mit ihrem Leben und denken – und dazu gehörte auch ich – dass sie was ändern müssen. Dann nimmt man sich einige Änderungen vor, versucht dran zu bleiben und nach ein paar Tagen oder Wochen ist man genau dort, wo man vorher war. Es hat sich nichts geändert und man ist noch unzufriedener mit sich selbst.

Aber warum ist das so?

Der Mensch – das Gewohnheitstier

Wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Wir lieben Routinen, denn diese verbrauchen weniger Kapazität im Gehirn. Sie machen das Leben für uns einfacher denn sie laufen quasi nebenher. Morgens aufstehen, ins Bad, Kaffee trinken…machst Du das immer bewusst oder automatisch?

Du glaubst mir nicht? Dann machen wir einen berühmten Test: Verschränke bitte Deine Hände ineinander. Und nun tausch die Position der Finger, der Daumen der vorne lag wandert nach hinten und alle Finger folgen. Wie fühlt sich das an? Komisch?

Wir lieben das immer Gleiche, weil wir nach wie vor einen Programm aus Urzeiten folgen. Alles was wir nicht bewusst tun müssen, spart Energie. Damals war das Essen knapp, alles was der Körper an Energie einsparen konnte, hat uns geholfen zu überleben. Ein sehr sinnvolles Muster, auch heute noch.

Alle Artikel dieser Serien findest Du hier

Stell Dir vor Du müsstest Dir jeden Morgen bewusst überlegen: Jetzt schlage ich die Decke zurück, nun stehe ich auf, nun gehe ich ins Bad, jetzt schaue ich in den Spiegel…

Leider treffen die Gewohnheiten nicht nur auf die guten Eigenschaften zu, sondern auch auf die, welche wir nicht mögen. Auch hier ist es schwer, diese zu ändern. Und anstatt Dir dann tröstend auf die Schulter zu klopfen, wie bei einem guten Freund, bist Du verärgert, dass Du es wieder nicht geschafft hast. Du verurteilst Dich als faul und gibst auf.

Um in Deinem Leben Richtung Freiheit und Zufriedenheit zu gehen, analysiere Deinen IST-Zustand

Für die folgende Übung brauchst Du ein wenig Zeit alleine. Mach Dir einen Tee oder einen Kaffee, schalte das Telefon auf stumm und zieh Dich an einen Platz zurück, an dem Du in der kommenden Stunde nicht gestört wirst.

Und jetzt: Setz Dich gerade hin und schließe Deine Augen. Atme tief in den Bauch ein und langsam wieder aus. Mach das ein paar Mal. Sind Deine Schulter entspannt oder ziehst Du sie zu den Ohren. Lass los und dann öffne Deine Augen, los gehts.

Bevor es nun an große Änderungen geht, überleg Dir bitte erst einmal, wie Dein Leben gerade aussieht. Nimm dazu meine Vorlage – diese findest Du hier- oder ein Stück Papier und einen Stift.

Denk nach, welche Lebensbereiche gibt es in Deinem Leben? Hier ein paar Beispiele:

  • Familie
  • Beruf
  • Wohnsituation
  • Freunde
  • Finanzen
  • Gesundheit
  • Körper und Wohlbefinden
  • persönliche Entwicklung
  • Zeit für mich

Wichtig ist: diese Bereichen sollten auf Dich passen. Lass Dir ruhig ein wenig Zeit, ich warte so lange.

Rad des Lebens

Nun fülle Dein Rad mit Leben!

Überleg Dir nun für jeden Bereich wie zufrieden zu bist. Wenn Du in einem Bereich sehr unzufrieden bist, füllst Du ihn nur ganz wenig oder gar nicht aus. Je zufriedener Du bist, desto voller wird dieser Lebensbereich. Verlass Dich aber bitte nicht auf Deinen Verstand, denn der sagt Dir gern Dinge wie:

Eigentlich solltest Du zufrieden sein mit deinem Gehalt, andere haben viel weniger!

oder so etwas wie

Jetzt stell Dich nicht so an, es gibt Menschen die haben gar keinen Kontakt zu ihrer Familie!

Es ist allein wichtig, was DU fühlst. Verlass Dich hier auf Dein Bauchgefühl. Wenn Dein Bauchgefühl Dir beispielsweise sagt, dass du mit Deiner Wohnsituation unzufrieden bist, dann ist das genau das Gefühl. Und das ist ok.

Geh nun Lebensbereich für Lebensbereich durch. Am Ende hast Du in jedem Deiner definierten Lebensbereiche Deine Zufriedenheit angegeben.

Wie geht es Dir jetzt?

An dieser Stelle lasse ich Dich mit diesem Ergebnis vorerst alleine. Ich bitte Dich, eine Nacht darüber zu schlafen. Nun hast Du deine Zufriedenheit oder Unzufriedenheit schwarz auf weiss. Du weisst, welcher Bereich gut und welcher nicht gut läuft. Ich hoffe sehr, dass es in Deinem Leben wenigstens einen, besser zwei Bereiche gibt, die Dich zufrieden machen.

Hast Du es Dir so vorgestellt?

In nächsten Teil der Serie gehen wir einen Schritt weiter. Dort erfährst Du von mir, was Du nun mit diesem IST-Zustand tun kannst. Wie es Schritt für Schritt weiter geht auf Deinem persönlichen Weg Richtung Freiheit und Zufriedenheit.

Ich würde mich freuen, wenn Du mir einen Kommentar hinterlässt. Hast Du mit dem Ergebnis gerechnet? Wusstest Du in welchem Deiner Lebensbereiche Du unzufrieden bist?

Bis zum nächsten Mal

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