Ueberfahrt

Teil 2 – die Fahrt

Sehr aufgeregt und angespannt starten wir unsere erste große Reise mit Toni – nach Schottland. Vor uns liegen knapp 1.600 km, bis wir am Startpunkt unserer Reise – Edinburgh – angekommen sind. Teil I – die Vorbereitungen findest Du hier.

Endlich ist es soweit – wir fahren los!

Lange haben wir überlegt, wann es los gehen soll. Fahren wir die Nacht durch, fahren wir direkt nach der Schule?
Da wir nicht die Nacht durchfahren wollten, sind wir am letzten Schultag vor den Ferien direkt 14 Uhr gestartet. Bis zum Fährhafen Dünkirchen sind es 700 km, wir durchqueren, neben Deutschland, drei weitere Länder.

Auf dem Weg ins unserer ersten großes Abenteuer mit Toni

Es ging entspannt los, doch schon bald standen wir im ersten Stau!
Nach fast 10 Stunden Fahrt und einigen Staus sind wir am Fährhafen Dünkirchen angekommen – es war mittlerweile nach Mitternacht – haben auf der Toilette am Fährhafen schnell Zähne geputzt, im Regen die Mütze auf den Toni gezogen und sind ins Bett.

Sturm, Regen und eine kurze Nacht

Die Nacht war mega bescheiden! Sturm und heftiger Regen haben uns nur wenig schlafen lassen. Wir dachten zwischendurch der Bus fällt um. Morgens um vier, ohne Kaffee, mit müden Kindern aufstehen ist das eine. Im Regen die Mütze runter und den Bus umbauen …jetzt haben wir alles erlebt…

Kurz vor fünf standen wir dann am Fährhafen. Zuerst wurden die Tickets, die Pässe und vor allem der Heimtierausweis angeschaut und wir mussten selbst den Chip der kleinen Griechin scannen. Zum Glück hatte ich mir das beim Tierarzt kurz vorher zeigen lassen und es klappte auf Anhieb problemlos. Wir bekamen einen PET Aufkleber, denn anders als bei Corsica Ferries & Co. muss der Hund während der Überfahrt im Auto bleiben.

Weiter ging es an die Schlangen und hier gab es endlich Kaffee. Den habe ich zusammen mit einer Tablette gegen Reiseübelkeit schnell getrunken, dann durften wir auch schon auf die Fähre.

Die Überfahrt an sich war für mich nicht so schön, starker Sturm macht das umherlaufen auf dem Schiff zu einer ziemlich lustigen Angelegenheit und die kurze Nacht, zusammen mit der Reisetablette, machte mich sehr müde. Die Kinder hatten ihren Spaß und Max macht der Seegang sowieso nichts aus.
Zum Glück haben wir dann eine Familie kennengelernt und durch die angeregte Unterhaltung verging der Rest der Überfahrt sehr schnell und ich war vom Schwanken des Schiffes abgelenkt.

Endlich Kaffee - was für eien Nacht
Der zweite Kaffee – was für eine Nacht!

Die Insel begrüsst uns mit blauem Himmel uns Sonne

Der Plan war – nachdem wir in Dover angekommen sind – etwa 300 – 400 km zu fahren und dann eine Zwischenübernachtung via Park4Night einzuschieben. Nachdem wir bei blauem Himmel und Sonne angekommen sind, schlug das Wetter aber schon kurz danach um, so dass wir kurzfristig entschieden bis nach Edinburgh – dem Start unserer Schottland – Rundreise, durch zu fahren. 470 Milen – etwa 800 km – lagen vor uns, aber wir sind zum Glück bereits an längere Strecken gewöhnt. Die Kinder legten hinten immer mal wieder ein Schläfchen ein, die Nacht war einfach zu kurz und wir kamen zügig voran. Nur um London war der Verkehr etwas dichter.

die Kreidefelsen von Dover
Endlich von der Fähre runter, die Kreisefelsen von Dover vor uns
Das Meer kurz bevor wir nach Schottland rein fahren
Endlich der erste Blick aufs Meer, kurz bevor wir die Grenze zu Schottland passieren.

Mortonhall Camping & Caravan Park Edinburgh – eine Empfehlung

Gegen fünf erreichten wir dann unseren Camping in Edinburgh, wir hatten uns für den Mortonhall Camping and Caravan Park entschieden. Reserviert haben wir vorher nicht und das war auch nicht nötig. Der Platz war sehr leer, Nebensaison halt.

Warum wir uns diesen Camping ausgesucht haben:

  • hier gibt es eine Camper-Küche, in der wir kochen konnten (falls es draussen regnet)
  • tolle, sehr saubere Sanitärräume mit Fußbodenheizung vor den Duschen
  • Bushaltestelle nach Edinburgh gleich vor dem Camping, so kann Toni stehen bleiben
  • ein traumhaftes Gelände, viel grün und Wald in der Nähe

Wir haben für den Stellplatz mit Strom für 3 Nächte (2 Erwachsene, 2 Kinder, 1 Hund) 110,00 Pfund gezahlt, etwa 125 Euro.
Die Stellplätze sind aus Schotter – dort wo man mit dem Camper steht – und rundherum ist Wiese.

Mortonhall Camping Park bei unserer Ankunft
Noch ist es grau und diesig auf dem Camping
Camping Mortonhall
Campingplatz Mortonhall – am nächsten Tag

Wir hatten Glück, es war nicht zu kalt und trocken. Nachdem wir den Bus aufgebaut haben, die Kinder haben inwischen den Camping erkundet – sind wir noch in den Pub. Wir hatten vorher von unterwegs per OpenTable einen Tisch reserviert, da der PUB einen sehr guten Ruf hat und oft voll ist (www sei Dank).

Und wir wurden nicht enttäuscht. Das Essen war sehr lecker und wir sind auf direktem Weg danach duschen, Zähne putzen und ab ins Bett. Glücklich endlich in Schottland zu sein und zwei Wochen voller Abenteuer vor uns zu haben, sind wir sehr schnell eingeschlafen und haben von Delfinen, wilder, romantischer Landschaft und Whisky geträumt 😉

The Stable Bar Abendessen (vegetarisch)
vegetarische Platte – megalecker und alles meins

Im nächsten Post: 3 Tage Edinburgh – Castle, Whisky und Fish & Chips

Hier findet ihr den ersten Beitrag dieser Serie: Mit dem VW-Bus nach Schottland – die Vorbereitungen mit Tipps zur Fähre, Einreise mit Haustier etc.

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